Donnerstag, 10. Juli 2008

Ein verwirrender Artikel und ein 9:1 Erfolg gegen den Adlershofer BC

Am J. Juli flog den „Unionern“ unter den Lesern der Berliner Zeitung mal wieder der Hut hoch. Der Auslöser war ein Artikel, in dem es um die Prämienreglung für die abgelaufene Saison geht. In dem Artikel wird behauptet, dass die Mannschaft des 1.FC Union eine vereinbarte (!) Prämie für das Erreichen der 3. Liga vom Verein nicht erhalten haben soll. Allerdings wurde wohl nichts schriftlich fixiert, so dass die Spieler gegen den Verein nichts in der Hand hätten, es unter ihnen rumoren würde, ob der gedrückten Stimmung im Team. Man spiele in diesem Fall sogar mit dem Einschalten der Vereinigung der Vertragsfußballer, so der Autor. Konkret wurde die Zahl 150.000 € in den Raum geworfen, um diesen Betrag würden die Spieler mit dem Verein also ringen.
Der 1.FC Union reagierte noch am selben Tag und veröffentlichte eine Gegendarstellung. In dieser räumte der Mannschaftskapitän Marco Gebhardt mit dem Fall auf, in dem er zu Protokoll gab, dass keine Prämie für das Erreichen der 3. Liga vereinbart wurde. Somit bestehe für die Spieler auch kein juristischer Anspruch auf die Finanzen. Man führe jedoch Verhandlungen mit den Vereinsgremien – diese jedoch würden nicht publik gemacht. Lediglich für den Aufstieg in die 2. Bundesliga wurde eine Prämie in Höhe von 500.000 € festgesetzt. Diese wurde auch schriftlich fixiert bzw. niedergelegt. Durch das Nichterreichen der 2. Bundesliga verfiel diese Prämie am letzten Spieltag selbstverständlich. Somit bleibt festzuhalten, dass ein bisschen übereifrig ein Artikel an die Luft gesetzt wurde, der sich im Endeffekt als Ente erwiesen hat. Auch Dirk Zingler (Präsident) schaltete sich in die Debatte ein und verkündete, dass die Darstellungen der Berliner Zeitung nicht den Tatsachen entsprächen. Unterreichen tat er allerdings im gleichen Atemzug auch, dass es „das gute Recht“ der Spieler sei über eine angemessene Prämie zu verhandeln. Somit waren auch die letzten Zweifel ausgeräumt. Mit Sicherheit kann man sich vorstellen, dass von den Spielern bei den (nach abschl. der Rückrunde) geführten Verhandlungen die Zahl 150.000 € eingeworfen wurde. Aber aus den Verhandlungen darüber zu schließen, dass diese Summe bereits mündlich im Vorfeld getroffen wurde, ist äußerst riskant. Am Ende bleibt als Fazit übrig, dass sich die Spieler mit dem Verein in Verhandlungen befinden, deren Ende noch vollkommen offen ist. Man darf selbstredend gespannt sein, wie die Mannschaft für ihre größtenteils famosen Leistungen in der abgelaufenen Spielzeit (Platz 4 von 19 Mannschaften) belohnt wird.
Mit 9:1 konnte der 1.FC Union ein Vorbereitungsspiel in Adlershof bei gleichnamigen Ballsport Club gewinnen. Nach dem man in der 15 Minuten in Rückstand geraten war rappelten man sich auf und konnte noch neunmal ins Schwarze treffen. Unter den Torjägern befand sich der Neuzugang Dogan und Testspieler Bastürk. Auch Karim Benyamina konnte sich mit 2 Toren innerhalb von 4 Minuten auszeichnen. Insgesamt, so Augenzeugen, war es aber wohl eine bescheiden einzuordnende Vorstellung der Mannschaft.


Tore: 1:0 Hülsebus (15.), 1:1 Patschinski (20./Foulelfmeter), 1:2 Mattuschka (28.), 1:3 Biran (45.), 1:4 Ruprecht (48.), 1:5 Benyamina (61.), 1:6 Benyamina (65.), 1:7 Bastürk (67.), 1:8 Stuff (70.), 1:9 Dogan (85.)

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