Auch in Bremen bleibt Union nicht zu schlagen und bringt drei Punkte mit in die Hauptstadt
Eine Serie fand am Sonntag seine Fortsetzung.
Neun Mal in Folge konnte der 1.FC Union in der 3. Liga nicht bezwungen werden.
Auch die Amateure des SV Werder Bremen vermochten es nicht im hohen Norden, auf „Platz 11“ des Geländes am Weserstadion, dem ein Ende zu setzten. Zu stark scheint das Nervenkostüm der Mannschaft zurzeit zu sein. Nach dem man nach einem 0:0 zur Halbzeit in der zweiten den ersten Treffer durch Patschinski gesetzt hatte, folgte sogleich auch der zweite durch den wieder genesenen Karim Benyamina. Ein Doppelschlag in nur 8 Minuten, der das Spiel am Ende entscheiden sollte. Auch der Anschluss änderte folglich nichts mehr am Sieg der Berliner, die nunmehr auf dem 2. Platz angekommen sind. Man strotzt nur so vor Selbstbewusstsein aus den letzten Spielen, das war den Kickern schon beim 3:0-Sieg zu Hause gegen Aalen anzumerken. Lange mussten sie ausharren, um ihre Chance zu erlangen, die dann eiskalt verwertet wurde. Und auch gegen die Youngstar der Bremer hieß es zur Halbzeit Ruhe zu bewahren. Denn in Bremen hatte der 1.FC Union, mit Rückblick auf die letzte und auch vorletzte Saison nicht gut ausgesehen. Auch die Regionalliga Saison 2004 / 2005 bildet da keine Ausnahme: Auch in dieser Spielzeit verlor man auf Platz 11 gegen die Mannschaft von Thomas Wolter. In dieser Saison nun konnte man den Spieß also endlich umdrehen, den Bock umstoßen – wie auch immer, die drei Punkte heil nach Berlin transferieren und hierzulande für ein kleines bisschen mehr Euphorie sorgen. Auch mit sieben Gegentoren stellt Union weiterhin die sattelfesteste Abwehr der Liga. Seit dem 2. August, dem Sieg gegen Stuttgarter Amateure, zeigte die Kurve kontinuierlich nach oben. Nicht immer in der identischen Intensität, aber es geht voran in Köpenick. Selbst eine Niederlage gegen Paderborn, den Tabellenführer, den man am nächsten Samstag erwartet, würde die Stimmung nicht entscheidend in die falschen Bahnen lenken können. Zu konstant waren die Leistungen in den letzten über 2 Monaten. Auch im Berliner Landespokal war das Team um Uwe Neuhaus am letzten Wochenende (Punktspielpause wegen WM-Qualifikation) erfolgreich. Der Bezirksligist Grünauer BC konnte mit 6:0 bezwungen werden, womit sich Union in die dritte Runde des Wettbewerbs schob. An dessen Ende mit dem Pokalgewinn die Teilnahme am DFB-Pokal steht. Nach dem Spiel gegen Paderborn steht für den 1.FC Union wieder ein langer Weg bevor. Es geht nach Stuttgart Degerloch, um dort im Gazi-Stadion gegen die Kickers aus Stuttgart anzutreten. Den aktuellen, sieglosen, Tabellenletzten. Aus 10 Spielen holten die Schwaben 4 Zähler, also Punkteteilungen. Doch damit muss sich Union vorerst nicht beschäftigen. Die ganze Konzentration und Vorbereitung muss nun auf Paderborn abgestimmt werden. Ein Team, welches man ebenfalls aus der Saison 2004 / 2005 kennt. Damals begegnete man sich allerdings mit Nichten auf Augenhöhe. Union kassierte eine verdiente 0:2 Heimpleite und verschoss, so zu sagen als I-Tüpfelchen, auch noch einen Elfmeter. Jedoch ist das alles Vergangenheit und liegt mittlerweile über 4 Jahre zurück. Seit dem traf man in Pflichtspielen nicht mehr aufeinander. Der 1.FC Union stiegt sang- und klanglos in die Oberliga ab und Paderborn stieg in die zweite Liga auf. Die gegensätzlichen Entwicklungen sollten bald korrigiert sein, wie man heute eindrucksvoll vorgeführt bekam. Paderborn verließ die zweite Bundesliga, auf Grund sportlicher Defizite im Sommer 2008 wieder und spielt damit nun wie damals mit dem 1. FC Union zusammen in ein und derselben Spielklasse. Nur, dass es in dieser Auflage eine Mannschaft auf dem Rasen geben wird, die mindestens dagegenhalten wird und mit einer Empfehlung von 9 Spielen ohne Niederlage und dem 2. Tabellenplatz aufwarten kann. Sollte das nicht alles abdecken gibt es immer noch einen Marco Gebhardt, der für Leistungsexplosionen und die genialen Spielzüge verantwortlich ist. Trainer Neuhaus kann dem nächsten Spieltag ganz gelassen entgegenschauen. Denn sein Ensemble ist auf einem mehr als passablen weg in die Spitze.
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