Union bleibt auch im 8. Spiel in Folge ungeschlagen. 3:0 Erfolg gegen Jürgen Kohlers Aalener im Heimspiel vom Samstag. Zeit 4 Jahre zurückzuschauen.
Man kommt aus den positiven Schlagzeilen im Moment gar nicht mehr heraus in Köpenick bzw. außerhalb davon. Denn auch im fünften Heimspiel bleibt der 1.FC Union unbesiegt und feierte gleichzeitig den dritten vollen Punkteerfolg in der aktuellen Saison. Einmal Dogan in der 40. Minute und zwei Mal Shergo Biran in der 72. und 77. Minute sorgten für die Treffer für den Tabellenfünften, der sich nach dem Spiel auf dem Relegationsplatz drei befindet. Über 90 Minuten hinweg kontrollierte der 1.FC Union das Geschehen weitgehend und musste in der ersten Halbzeit aber auch das Glück etwas bemühen, um gegen defensiv gut eingestellte und geordnete Gäste das 1:0 zu machen. In der zweiten Halbzeit investierten die Gäste mehr in ihr Spiel, wurden jedoch von Union konsequent ausgekontert. 5.100 Zuschauer verfolgten das Heimspiel, das Fünfte, welches im Jahn-Sportpark ausgetragen wurde. Noch vor 4 Jahren hat Union zum selben Zeitpunkt ebenfalls einen Lauf gehabt, allerdings einen Negativlauf, der 7 Spiele andauerte, bis man überhaupt wieder einen Punkt ergattern konnte. Ein Vergleich, der zeigt wie unterschiedlich sich das Mannschaftsgefüge im Vergleich zur Saison 2004 / 2005 ist. Auch gestern gab es natürlich nicht nur zwei Torchancen in der zweiten Hälfte für die Unioner, sondern z. B. in der 61. Minute ein eine butterweiche Kopfballvorlage von Kohlmann auf den durchstartenden Patschinski, der alleine für Gäste-Schlussmann Linse auftauchte und scheiterte. Dazu gesellte sich Torsten Mattuschka, der für Dogan eingewechselt wurde und an diesem Tag 28 Jahre alt wurde. Mit einer Energieleistung meldete sich der Mittelfeldakteur und Freistoßspezialist wieder.
Vor der Saison hatte der Verein keine offizielle Zielsetzung für die Saison 2008 / 2009 ausgegeben, doch nach dem Spiel ließ Trainer Uwe Neuhaus ein bisschen tiefer Blicken und sprach davon, dass er davon ausgeht, dass die Mannschaft die Konstanz hat, um ganz oben mitzuspielen und am Ende vielleicht sogar den großen Wurf zu landen. Über 10 Punkte trennen Union nun schon von einem Abstiegsplatz und der Blick geht ganz klar in die oberen Tabellenregionen. Ein kleiner Wehmutstropfen war die gelbe Karte gegen Marco Gebhardt, von der ich nicht vollends überzeugt bin, dass sie rechtens gegeben wurde.
Was in der ersten Halbzeit deutlich auffiel war, dass Union mit defensiv auf- und eingestellten Mannschaften so seine Probleme hat. Sehr auffallend vor allem in den ersten 40 Minuten, in denen Union das Spiel kontrollierte, jedoch nicht zu den ganz großen Chancen kam. Nur in der Anfangsphase gab es einen Eckball, der brandgefährlich wurde und in einen Elfmeter mündete. Denn wenn man genau hinsah (allerdings auch ich registrierte es erst im TV) geht die Hand das Aaleners Steffen Bohl nach der toll getimten Gebhardt-Flanke vorsätzlich zum Ball. Die Proteste vor allem von dem am langen Pfosten lauernden Stuff waren also berechtigt. In der zweiten Halbzeit sahen die Vorstöße des 1.FC Union teilweise, wie schon beschrieben, toll aus und mündeten in den zwei Toren, die alle samt verdient waren. Auch Shergo Biran schickt sich an so weiter zu machen, wie er in der Rückrunde 2007 / 2008 aufgehört hat. Relevant bei ihm vor allem seine unermüdliche Laufbereitschaft. Ging so ziemlich jedem Ball hinterher und störte den Gegner bei Abspielen etc. wo er nur konnte. In der 88. Minute wurde er gegen Youngstar Steven Jahn unter verdienten Ovationen der Zuschauer verabschiedet. Nach dem Abpfiff feierte die Mannschaft dann gemeinsam mit der Gegengeraden diesen „Heimsieg“ und blickt nun auf das Pokalspiel nächsten Samstag gegen den Grünauer BC und auf das Auswärtsspiel die Woche darauf gegen die Amateure des SV Werder Bremen, bei denen man selten etwas Zählbares mitnehmen konnte. Es sollte also eine Herausforderung sein sich auch dort wieder gut zu präsentieren. Die eine Hiobsbotschaft blieb dem 1.FC Union allerdings nicht ganz erspart: Dustin Heun (im Januar vom VfB Lübeck gekommen) muss sich erneut einer Operation unterziehen und fällt mindestens sechs weitere Wochen aus. Im März dieses Jahres zog sich Heun im Punktspiel gegen Rot Weiß Erfurt einen Kreuzbandriss zu und musste lange arbeiten und vor allem viel Geduld mitbringen. Nach dem er vor ca. 2 Wochen wieder mit der Mannschaft trainierte (nach über einem halben Jahr) klagte er wiederholt über Schmerzen.
Die nächsten Wochen werden nun entscheidend im in Hinblick auf die Ausgangsposition für die Rückrunde sein.
Bis zum nächsten Spiel.
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