Montag, 26. Mai 2008

Wertlos oder wertvoll?

Was bringt die 7:3 Show des 1.FC Union beim letzten Auswärtsspiel beim VfB Lübeck?Das fragen sich so ziemlich alle Anhänger der Köpenicker. Noch vor Wochenfrist verlor man gegen den 1.FC Magdeburg und schien endgültig aus dem Rennen um die zweite Bundesliga ausgeschieden zu sein. Jedoch wurde in Lübeck der zehnte Auswärtssieg der laufenden Saison eingefahren und somit betonierte der Verein seine Vormachtsstellung als auswärtsstärkste Mannschaft der Liga. Und genau hier befindet sich der Knackpunkt. Denn im heimischen Stadion an der Alten Försterei wurden ungleich weniger Zähler mitgenommen. Nur 28 Punkte holte man und dies bedeutet in der Heimtabelle noch nicht einmal Rang 10, schlimmer noch, Rang 11. Hier liegt auch der Grund dafür, dass man nur so knapp dabei ist und jeder Ausrutscher der letzte gewesen sein könnte.
So denn – Oberhausen tat Union und auch dem Dritten im Bunde, der Fortuna aus Düsseldorf, den Gefallen und ließ gegen Erfurt zwei Punkte liegen. So haben nun beide Kontrahenten wieder die Chance Oberhausen noch vom Platz 2 zu verdrängen. Für Union dürfte dies ungleich schwerer sein, da man auf Grund des schlechteren Torverhältnisses am Samstag, den 31. Mai, mit mind. 4 Toren Unterschied, optimaler Weise 4:0, gegen die Westfalen gewinnen müsste, um noch aufzusteigen. Gleichzeitig darf Düsseldorf in Erfurt nicht gewinnen, sondern aller höchstens Remis spielen. Der 1.FC Union kassierte gegen Lübeck in der Schlussminute noch ein Gegentor, was in der Endabrechnung noch sehr schmerzen könnte. Noch viel mehr weh tun werden aber wohl die Möglichkeiten, die man ausließ das Ergebnis im Stadion an der Lübecker Lohmühle zweistellig ausfallen zu lassen.
Trotz allem möchte man locker an die Aufgabe gegen Oberhausen gehen. Der maximale Druck würde die Mannschaft so oder so nur lähmen, das wurde einem gegen die Magdeburger eindrucksvoll vorgeführt und eine Wiederholung sollte uns allen erspart bleiben.
Auch bei der Physis möchte Cheftrainer Neuhaus in dieser Woche nicht mehr all zu viel trainieren lassen. Außerdem bekamen die Spieler nach dem Lübeck-Sieg frei, zwei Tage. Am morgigen Dienstag werden die Schuhe wieder geschnürt und es geht aufs saftige Grün zum Training.
Manko am Samstag: Shergo Biran, der vier Tore in der Party gegen Lübeck erzielte (18 Saisontore – 9 davon für Babelsberg und ebenso viele für Union) wird aufgrund seiner 10 gelben Karte gesperrt sein. Tragik und Heldentum liegen manchmal sehr nah bei einander, das beweist dieser Fall auf eindrucksvolle Weise. Jedoch überwog wohl zu nächst die Freude, dass die Mannschaft am Samstag nicht ganz chancenlos zu Werke gehen kann. Noch in der letzten Ausgabe sprach ich vom Rechenschieber. Dieser darf nun ruhig wieder rausgekramt werden. Die Euphorie tut vielleicht sogar gut, rüttelt die Spieler noch mal wach, zeigt ihnen, dass so einiges möglich sein kann.
In diesem Sinne: Auf ein erfolgreiches Spiel, eine erfolgreiche Union Mannschaft und auf ein volles Haus.

P.S.: Bereits jetzt 4.000 Karten abgesetzt.

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