Samstag, 30. August 2008

Die alte Liebe doch verschmäht?!

Nico Patschinski wird mit dem FC Erzgebirge Aue in Verbindung gebracht.

Patschinski auf dem Sprung? Auf dem Sprung zu einem anderen Arbeitgeber?
So zumindest berichtete es die Bild-Zeitung in ihrer Ausgabe vom Freitag. Das ist insofern überraschend, als dass der Spieler seinen Vertrag erst in diesem Jahr um weitere 2 Jahren verlängert hat. Ein Aspekt, der ihn zum Abschied bewegen könnte wäre der, dass Coach Uwe Neuhaus den erfahrenen Stürmer in dieser Saison zum Einwechselspieler degradiert hat. In dieser Situation fand sich der Stürmer in seiner Karriere äußerst selten wieder. Es ist davon auszugehen, dass Aue zumindest an den Berater herangetreten ist, um auszuloten wie realistisch der Deal ist. Und hier befindet sich schon das erste Schlagloch für den Verein aus dem Erzgebirge, der gleichzeitig Unions Gegner ist, da in der 3. Liga aktiv. Patschinski besitzt einen Vertrag mit einer Laufzeit bis zum Sommer 2010 und wäre damit (sofern keine Klauseln bzw. Ausnahmereglungen bestehen) ablösepflichtig. In Aue sucht man nach dem verpatzten Saisonauftakt (1 Punkt nach den ersten 4 Spieltagen) fieberhaft Verstärkung für die Offensive und Patschinski würde voll ins Anforderungsprofil passen. Heiko Weber, der Trainer aus Aue, würde den Berliner Routinier „mit Kusshand“ empfangen, so die Bild. Nun, überraschend ist es nicht, hat Patschinski doch zuletzt mit seinen 3Toren im Spiel gegen Burghausen, sowie in der letzten Saison mit 10 Toren alleine in der Hinrunde für Aufsehen gesorgt. Zu dem dürfte als dickes Plus verbucht werden, dass er bereits in der Bundesliga aktiv war und diverse Spiele im Unterhaus, also der 2. Bundesliga, auf dem Buckel hat. Für Patschinski selbst wäre es ein bitterer Abschied von seiner alten Liebe, dem 1.FC Union, zu dem er im Jahr 2006 nach 8 Jahren in der Fremde zurückkehrte. Riesengroße Hoffnungen wurden damals in den auch heute noch Publikumsliebling gesetzt, die er in der Saison 2006 / 2007 jedoch nicht annährend erfüllen konnte. Im letzten Jahr dann die Steigerung zur Hinrunde, in der er ja näher die Jahreswende rückte immer sicherer wurde und in Folge dessen ein neues Vertragsangebot bekam. Gute Argumente hatte er ja geliefert. Er akzeptierte den Kontrakt und band sich an den Verein, obwohl er, und das wissen so ziemlich alle im Verein, Angebote von anderen Klubs auf dem Tisch hatte. Selbst wenn sie nicht konkret waren, so gab es sie und alleine das war eine Wertschätzung seiner Person. In der Rückrunde 2007 / 2008 brach die Treffsicherheit auf einmal in sich zusammen. Und in der Saisonvorbereitung für die lfd. Spielzeit, sowie in den Trainings schien sich Patschinski nicht zur Zufriedenheit seines Übungsleiters zu schlagen und wurde aus der Startelf manövriert. Keinen Stammplatz mehr – das missfiel dem so ehrgeizigen Mann, der in Berlin groß geworden war und auch das Fußballspielen hier gelernt hatte. Geäußert hat er sich öffentlich zu seinem Reservisten Dasein nie, doch im Inneren des Nico Patschinski wird es verständlicher Weise nicht so ruhig aussehen. Nach dem die Partie gegen Wacker Burghausen abgepfiffen war eilte er zwar, aber nicht mit den Kollegen in Richtung Fankurve, sondern in die Katakomben des Jahn-Sportparks. Anzeichen einer schnellen Trennung? Gespräche haben wohl stattgefunden, dass sich Patschinski aber simpel und leise verabschiedet, daran möchte ich nicht glauben. Auch die sportlich Verantwortlichen in Persona von Uwe Neuhaus und Christian Beeck wollen von einem Wechsel nichts wissen. Für Neuhaus stellt sich die Frage, ob man ihn abgibt eigentlich nicht und Teammanager Beeck liegt keine konkrete Anfrage aus Aue vor. Eventuell doch viel Wind um gar Nichts?! Die Option, dass Patschinski bereits am heutigen Samstag in Aue eintreffen würde ist sowieso Geschichte, da er als zweite Spitze neben Shergo Biran (wie schon gegen Burghausen) aufgeboten wird. Der Ertrag wird sich dann gegen 15.45 Uhr zeigen. Es müssen ja keine 3 Tore sein, aber ein selbstbewusster, lauffreudiger Patschinski ist schon mal eine Menge wert!

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