Markus Pflaum, ein Name, den ich in Verbindung mit Schiedsrichtern noch nie vernommen habe. Aber seit dem Spiel des 1.FC Union gegen Kickers Offenbach ist mir dieser Mann ein Begriff. Und es gab durchaus zwei, drei Schlüsselszenen, die mich leicht aufgebracht haben. Das Ganze entzündet sich vor allem an der roten Karte für Karim Benyamina in der zweiten Halbzeit. Die offizielle Begründung im Spielbericht auf der offiziellen Homepage lautete „Nachtreten“. Also ich dann im MDR den Spielbericht bzw. die Zusammenfassung genießen durfte, nahm ich die Szene unter die Lupe. Es gab auch noch mal eine Slowmo, die zwar den Ansatz eines Nachtretens erkennen, aber auch viel Interpretationsspielraum ließ. Wenn man solch Aktionen so ahnden würde, konsequent, wie es Herr Pflaum am Samstag tat, dann würden am Ende solcher Partien nur noch 10 Spieler auf dem platz stehen und das kann nicht der Sinn dieser Strafen sein. Fußball ist kein körperloses Spiel und das „Nachtreten“ sieht man nicht selten auch in Zweikämpfen, wo ein Spieler nicht mal „gelegt wird“, was aber nicht zwanghaft sofort eine Verwarnung nach sich ziehen muss. Ich habe sowieso keine objektive Ansicht. Aber genau aus diesem Grund musste ich mich mal zu dieser Situation äußern.
Zweiter Aufreger für die Heimfans aus Offenbach war der Ellenbogeneinsatz von Marco Gebhardt, in dessen Folge das Tor für den 1.FC Union fiel. Auch hier machte der Unparteiische keine gute Figur und entschied das Spiel weiterlaufen zu lassen. Der Arm von Gebhardt geht ganz klar raus, sicher keine unnatürliche Handbewegung, er war sich dessen bewusst, dass der Gegenspieler in nächster Nähe war. Insofern: Klare Fehlentscheidung.
So, nun aber Schluss mit der Schiedsrichterschelte!
Fehler zu produzieren ist menschlich.
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