Es ist soweit: Die Amateure aus dem schwaben Land werden erwartet
Es ist schon skurril, nicht wahr?Der 1.FC Union verliert ein Spiel in der Meisterschaft und so richtig aufwühlen tut es niemanden. Nun gut, aufwühlen vielleicht nicht, aber die Gefühlslage ist auch nicht sonderlich entspannt. Dies dürfte allerdings als positive Anspannung gewertet werden, denn das Wohnzimmer des 1.FC Union, die Alte Försterei, wird seit dem 1. Juni kräftig saniert und der Verein, wie auch seine Anhänger, sie können es kaum erwarten dort im Oktober das erste richtige Heimspiel auszutragen. Dann werden die alten Steinstufen, auf dessen Sand man stand, dem Beton gewichen sein. Und wurde man noch vor einem Jahr beim zweiten Heimspiel gegen die Amateure aus Dortmund pitsch nass, so wird man den Luxus einer Überdachung genießen dürfen. Auch eine visuell nicht sichtbare Änderung wird sich in den nächsten Wochen vollziehen: Eine Rasenheizung soll das Stadion im Herzen von Köpenick bekommen. Es ist also keine reine Sanierung, sondern ein kleines Tuning, was auf Grund der Auflagen des DFB (siehe letzten Artikel) nötig wurde.
Nun sollte man nicht außer Acht lassen, dass das Spiel, was man am Samstag vergangener Woche gegen den FC Bayern im Stadion an der Grünwalderstraße verlor, kein entscheidendes war. Kein Relevantes, denn, sein wir mal ehrlich: Erst am 2. August, gegen die Amateure des VfB aus Stuttgart geht die Saison richtig los – vor eigenem Publikum. Man ist zuversichtlich im Verein, in der Mannschaft wohl auch, dass der kleine Fehlstart korrigiert werden kann. Am besten gleich - Moment, ein kleiner Blick auf die Uhr – am morgigen Samstag. So oder so war es ja keine Prämiere. Schon vor einem Jahr verlor der 1.FC Union seit Auftaktspiel, damals gegen Düsseldorf an der Alten Försterei 0:1. Es nieselte denkbar unangenehm und Torsten Mattuschka verschoss in der 86. Minute (glaube ich) einen Foulelfmeter. Es kam alles zusammen, so verlor man ja auch gleich die Auswärtspartie gegen RW Ahlen mit 1:3. Soweit soll es dieses Jahr nach Möglichkeit nicht kommen.
Mich beschleicht sowieso das Gefühl, dass die Stadionfrage der eigentliche Star ist. Eventuell ein Versuch Druck von der Mannschaft zunehmen. Wer weiß das schon?
Zur psychologischen Aufbauhilfe publizierte man auf der Union-HP schon mal vorsorglich die letzten Ergebnisse der Köpenicker, die sie bei Pflichtspielen im Jahn-Sportpark erringen konnten. Mhhh, das ist die Cremé de la Cremé, es kann gar nichts schiefen gehen, klammert man sich an diese nette Auflistung. Bei aller Euphorie: Vorsicht, das ist die Mutter aller, also auf jeden Fall aller Spiele. Denn Übermut tut selten gut, um gleich bei bekannten Sprichworten zu bleiben. Dass die Mannschaft allerdings zu Übermut neigt, das ist nicht zu befürchten, dafür war der Dämpfer gegen München in München wohl Erläuterung genug. Alleine die Statistik im letzten Jahr den 4. Platz belegt zu haben macht noch keine Top-Mannschaft aus – oder doch? Wir werden es zum Teil besser wissen, nach dem Spiel gegen Stuttgart: Vorhang auf, meine Damen und Herren.
Und ein kräftiges EISERN UNION !
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